Als rühriger Geschäftsmann stellte sich Martin de Crignis schon damals den Anforderungen der Zeit. Die 1868 verfügte Gewerbefreiheit hatte zur Folge, daß berufliche Qualifikation nicht mehr erforderlich war. Um die Kunden vor unlauteren Geschäftspraktiken zu schützen, gründeten die Meister des Spenglergewerbes unter dem Vorsitz von Martin de Crignis die Spenglerinnung. Zum ersten Obermeister wurde 1884 Martin de Crignis gewählt.
Spenglermeister und Firmengründer Martin de Crignis Der erste Firmensitz der Spenglerei des Martin de Crignis am Hunoldsberg 6 in Augsburg
1867 gründete der Spenglermeister Martin de Crignis seine nach ihm
benannte Firma am Hundoldsberg 6 im Augsburger Lechviertel.
Die Gewerbeanmeldung der Spenglerei Martin de Crignis
Nachdem sich durch die am 1. Mai 1868 ins Leben getretene unumschränkte Gewerbefreiheit eine starke Zerrissenheit und Schwächung des Gewerbestandes sehr stark fühlbar gemacht hat, wurde vom Deutschen Reichstage am 18. Juli 1881 ein neues Innungsgesetz herausgegeben, um zu bewirken, dass die Gewerbetreibenden zu corperativen Vereinigungen (Innungen) freiwillig ohne jeden Zwang sich vereinigen sollen, um dadurch den Gesamtgewerbestand durch Förderung der Kollegialität wieder zu kräftigen und zu stärken. Um nun eine solche freiwillige Innung, zu gründen fanden sich die Herren Spenglermeister, Christoph Ekhardt, Jos. Klaiber, Wilhelm Zeuner, Jakob Schmid und Martin de Crignis, am 25. April 1883 im Gasthaus zur goldenen Rose am Lauterlech ein, um über die Gründung einer freiwilligen Innung zu beraten.
Sitzungsprotokoll zur Gründung einer freiwilligen Spenglerinnung. Mitunterzeichner: Martin de Crignis
1902 Kilian Kemmer, der Schwiegersohn, übernimmt
die Firma und erweitert diese mit einem Installationsgeschäft
für Gas, Wasser und Klosetteinrichtungen.
Hundoldsberg 6
Erste Werkstätte der Firma de Crignis
im Lechviertel
Ein Blick auf den Hunoldsgraben, um 1900
Der Hundoldsgraben um 1900
1941 Alfred de Crignis übernimmt die Firmenleitung
1941 Alfred de Crignis
leitet jetzt die Firma.
Rinnenkessel Gesellenstück des Alfred de Crignis
Rinnenkessel, das Gesellenstück des Alfred de Crignis aus dem Jahre 1926.
Mit der neuen Produktionsstätte schafft Alfred de Crignis die Voraussetzungen für einen modernen Blechverarbeitungsbetrieb
Mit der Produktion von Blechspinden begann die moderne Blechverarbeitung.
Ein Blick auf den Hunoldsgraben, um 1900
1948 errichtete Alfred de Crignis in der Steinernen Furt einen für die damalige Zeit modernen Betrieb und legte damit den Grundstein für den heutigen, modernen Blechverarbeitungsbetrieb.
1941 Alfred de Crignis übernimmt die Firmenleitung
1979 Heute führt, in vierter Generation, der Maschinenbauingenieur Richard de Crignis die Firma.
1999 Seit Oktober 1999 befindet sich der Firmensitz an der Aulzhausener Straße. Auf ca. 5.000qm Fläche stehen hier modernste Techniken im Bereich Stanzen, Lasern und Kanten zur Verfügung. Mit dem Einzug in dieses Gebäude vollzog sich auch der Wandel vom Blechverarbeiter zum Komplettanbieter.
neue Montagehalle
neue Schweißerei